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Vorerst keine kostenlosen Corona-Tests für alle in Berlin

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Polizei erwischt 16 Fahrgäste ohne Maske im ÖPNV

Seit Samstag droht Fahrgästen im Berliner ÖPNV ein Bußgeld von 50 bis 500 Euro, wenn sie auf den vorgeschriebenen Mund-Nase-Schutz verzichten. Die Bilanz nach zwei Tagen Kontrolle: “16 Ordnungswidrigkeiten wurden angezeigt“, sagte ein Sprecher der Berliner Polizei dem Tagesspiegel. Je fünf Doppelstreifen, bestehend aus Polizei und BVG-Mitarbeitern, hätten am Samstag und Sonntag in den Fahrzeugen der BVG kontrolliert.

In der S-Bahn wurde nicht kontrolliert, dort sind Deutsche Bahn und Bundespolizei verantwortlich. Diese hatten jedoch bereits vorab angekündigt, dass sie das Landesgesetz nicht in ihren Zügen durchsetzen würden. „Die DB ist als Unternehmen nicht befugt, Verstöße gegen staatliche Vorschriften zu sanktionieren“, sagt eine Bahnsprecherin. Die Bundespolizei kontrolliert nur an den Bahnhöfen. 

Anhand von zufälligen Zählung und Videoaufnahmen hatte die BVG zuletzt mitgeteilt, dass sich noch etwa 75 Prozent der Fahrgäste in U-Bahn, Tram und Bus an die Maskenpflicht halten. Bei rund zwei Millionen Fahrten täglich also etwa eine halbe Million Fahrten ohne Maske. Die S-Bahn erhebt keine Zahlen, vor der Pandemie wurden die Bahnen etwa 1,5 Millionen Mal pro Tag genutzt.

Auch in Brandenburg wird es vorerst keine kostenlosen Corona-Tests für alle geben

Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) beurteilt die bayerischen Pläne, allen Corona-Tests anzubieten, kritisch. Solche massenhaften Testungen seien zu unkonkret und allgemein gehalten, sagte Nonnemacher am Montag nach Angaben ihres Ministeriums. Flächendeckende Tests ohne konkreten Anlass wie bei einem Hotspot seien Momentaufnahmen und schützten nicht vor neuen Ausbrüchen.

So könnten Tests negativ ausfallen, obwohl jemand das Virus bereits habe. Sie seien daher kein zuverlässiges Ausschlussinstrument. Darum verfolge Brandenburg die Strategie, besonders gefährdete Beschäftigungsgruppen zu testen sowie Stichproben in Kitas, Schulen und Pflegeeinrichtungen zu machen.

Lehrer und Erzieher sollen sich nach den Sommerferien für drei Monate alle zwei Wochen testen lassen können. Außerdem ist geplant, dass ein Prozent aller Schüler und Kita-Kinder in Stichproben drei Monate lang alle 14 Tage untersucht werden; in Pflegeheimen soll dies für ein Prozent der Mitarbeiter und Bewohner gelten. Wann genau die Tests in den Pflegeheimen beginnen, ist bisher noch unklar.

Bayern plant Corona-Massentests. Für jeden mit Krankheitssymptomen soll es nach den Worten von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) eine Garantie auf ein Testergebnis innerhalb von 24 Stunden geben. (dpa)

Zwischen 15 und 17 Uhr in der U2: Berliner Polizei kündigt Maskenkontrolle in der U-Bahn an

Sechs Berliner Hallenbäder öffnen für Schwimmkurse und Vereinssport

Sechs Berliner Hallenbäder haben am Montag wieder für Schwimmkurse und einzelne Vereine geöffnet. Wegen einer Ausnahmegenehmigung dürfen nun etwa Drittklässler in Kursen ihr Seepferdchen oder das Bronze-Schwimmabzeichen nachholen, teilten die Berliner Bäder-Betriebe (BBB) am Montag mit. 4800 Kinder können mitmachen und sich online bei der Sportjugend im Landessportbund Berlin anmelden, hieß es. Für manche Schwimmhallen gab es da am Montagmittag schon Wartelisten.

In den Hallen sollen auch Mitglieder von Polizei, Feuerwehr und Vereinen dringend benötigte Ausbildungen zu Rettungsschwimmern abschließen können, erklärten die BBB. In den dann noch freien Zeiten kommen Schwimmvereine zum Zug. Sie müssen Bedarf anmelden und einen Plan vorlegen, wie sie die Hygiene- und Abstandsregeln beim Training einhalten wollen. In den 22 Freibädern, die BBB und Partner den Angaben zufolge bereits öffnen durften, können die Vereine dagegen weiter nicht trainieren. (dpa)

Vorerst keine kostenlosen Corona-Tests für alle in Berlin

Berlin will die Corona-Tests schrittweise weiter ausweiten. Kostenfreie Tests für alle Menschen auch ohne Symptome nach dem Vorbild Bayerns wird es in absehbarer Zeit indes nicht geben. Das machte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci am Montag im Gesundheitsausschuss des Abgeordnetenhauses deutlich.

„Wir wollen in Berlin mehr testen“, sagte die SPD-Politikerin. Das betreffe auch Personen ohne Symptome. „Aber wir wollen schon auch gezielter testen.“ Gedacht sei hier analog einer Rechtsverordnung des Bundes an direkte Kontaktpersonen von Infizierten oder an Menschen, die in Risikobereichen etwa mit Publikumsverkehr arbeiteten.

Bislang lag der Fokus bei den Corona-Tests bei Mitarbeitern in Gesundheitswesen und Pflege. Zuletzt konnten sich auch Mitarbeiter ausgewählter Kitas und Lehrer an bestimmten Schulen testen lassen. Diese Angebot soll nun auf alle Kita-Erzieher und ab Mitte Juli auch auf alle Lehrer ausgeweitet werden.

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) hatte am Sonntag angekündigt, dass sich im Freistaat bald jeder, auch ohne Symptome, auf das neuartige Coronavirus werde testen lassen könne. Die Kosten will der Freistaat übernehmen, sofern die Kassen nicht einspringen. (dpa)

Kalayci: Mehr Bedarf an Hilfsangeboten für Frauen wegen Gewalt

Im Zuge zunehmender Lockerungen in der Corona- Krise suchen mehr Frauen Hilfe wegen häuslicher Gewalt. Am Anfang der Pandemie sei die Nachfrage nach Hilfsangeboten weniger stark gestiegen, auch während der monatelangen Einschränkungen, berichtete Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Montag im Gesundheitsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses. „Aber jetzt, wo die Lockerung da ist, mit etwas Zeitverzug, sehen wir tatsächlich, dass mehr und mehr unser Hilfesystem (…) stärker in Anspruch genommen wird.“ So sei die Zahl der Anrufe bei der sogenannten Big-Hotline, die Hilfe bei häuslicher Gewalt gegen Frauen und ihre Kinder bietet, im Zeitraum 1. bis 21. Juni um 12 Prozent gestiegen.

Kalayci wies darauf hin, dass Berlin frühzeitig vorgesorgt habe und der Senat die Situation seit April „engmaschig“ beobachte, um gegebenenfalls neu reagieren zu können. Aktuell seien die Kapazitäten in Frauenhäusern, Zufluchtswohnungen und anderen Schutzräumen zu 78 Prozent ausgelastet. Ein Hotel, in dem zusätzlich 100 Schutzplätze geschaffen worden seien, sei mit mehr als 80 Frauen und Kindern belegt. Geplant sei, ein weiteres Stadthotel anzumieten und dort 145 zusätzliche Plätze zur Verfügung zu stellen. (dpa)

Brandenburg zählt keine neuen Corona-Infektionen

In Brandenburg sind vorerst keine neuen bestätigten Corona-Infektionen hinzugekommen. Von Sonntag bis Montag sei der Stand von bisher 3451 Menschen, die seit März mit dem Sars-CoV-2-Virus infiziert wurden, gleich geblieben, teilte das Gesundheitsministerium am Montag in Potsdam mit. Derzeit sind rund 130 Menschen an Covid-19 erkrankt, davon werden neun Patienten im Krankenhaus behandelt. Etwa 3150 Menschen gelten als genesen. Von Samstag auf Sonntag waren drei bestätigte Neuinfektionen in Brandenburg hinzugekommen. Ein neuer Todesfall kam nicht hinzu, seit März kamen 171 Corona-Patienten ums Leben. (dpa)

Kalayci lobt Initiative von Klinikbeschäftigten – und fragt nach anderen Krankenhäusern abseits von Charité und Vivantes

Wie ist der Stand der Gespräche zwischen dem rot-rot-grünen Senat und den Pflegenden, Laboranten und Reinigungskräften? Senatorin Dilek Kalayci (SPD) wird im Gesundheitssusschuss des Abgeordnetenhauses zum Corona-Krankenhaus-Pakt gefragt und reagiert erst versöhnlich, dann forscher. Die von den protestierenden, meist in der Gewerkschaft Verdi organisierten Klinikbeschäftigten angesprochenen Themen seien “goldrichtig”, sagt die Gesundheitssenatorin. “Das ist eine gute Initiative von Beschäftigten – vorrangig aus den Vivantes-Kliniken und der Charité.”

Zugleich warf Kalayci den Verdi-Aktiven indirekt vor, sich nur auf die Hochburgen – eben die landeseigenen Klinikkonzerne Vivantes und Charité – zu stützen. “Kein Verständnis habe ich dafür, wenn allgemeine Forderungen für alle Krankenhäuser gestellt werden, dann aber nur Mitarbeiter von Vivantes und der Charité dabei sind. Soll das heißen, in den anderen Krankenhäusern ist alles in Ordnung?”

Wie berichtet, hatten 4500 Krankenhausbeschäftigte, meist von Vivantes und Charité, 500 Euro Risikozuschlag pro Pandemiemonat, Stammtarife in den Töchterfirmen und eine vorsorgeorientierte Krankenhausfinanzierung gefordert. Mit Letzterem ist ein Ende der sogenannten Fallpauschalen gemeint; mit diesen fixen, oft knappen Summe bezahlen die Krankenkassen die Kliniken pro Patient. Kalayci hatte sich im April zu Gesprächen mit den protestierenden Klinikbeschäftigten bereit erklärt und lässt derzeit ihre Staatssekretärin Barbara König (SPD) mit einer Verdi-Delegation sprechen.

Gesundheitsausschuss tagt zu Corona-Pandemie – Kalayci: Lage weitgehend stabil

In einer Sondersitzung des Berliner Gesundheitsausschusses spricht Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) an diesem Montagmorgen über die Corona-Pandemie – vereinfacht gesagt, sei die Lage weitgehend stabil. Die Zahl der aktiv Infizierten liege bei 745 Menschen, der Altersmedian mit 40 Jahren unter dem aus dem Bund (49 Jahre). 

Insbesondere in dem Block in Friedrichshain, wo vergangene Woche ein Ausbruch öffentlich wurde, sei das Durchschnittsalter der Infizierten mit circa 19 Jahren ziemlich jung. Und auch in den bekannten Neuköllner Häusern, deren Bewohner zwei Wochen unter Quarantäne standen, seien die Infizierten im Schnitt jung gewesen

Zusammen mit Berlins Integrationsbeauftragten habe man sich an die betroffenen “Communities” gewandt; der Senat wolle die Bezirke dabei unterstützen, Aufklärung vor Ort zu leisten. Wie berichtet, war in der Öffentlichkeit darüber debattiert worden, warum sich das Virus in bestimmten Gemeinschaften offenbar schneller verbreitet hatte.

Nur leichter Anstieg der Infizierten – alle Corona-Ampeln weiter auf Grün 

Die Zahl der mit dem Coronavirus-Infizierten ist am Sonntagabend im Vergleich zum Vortag um acht gestiegen. Damit gibt es insgesamt 8175 bestätigte Fälle des neuartigen Coronavirus.  

213 Personen sind an einer Covid-19-Erkrankung verstorben. Diese Zahl blieb unverändert. 7217 Personen gelten als genesen. Damit gibt es in Berlin derzeit 745 aktive Coronavirus-Fälle. Ein leichter Rückgang im Vergleich zum Samstag. Da waren es noch 758 aktive Fälle.  

Auch bei den für Berlin relevanten sogenannten Corona-Ampeln gibt es gute Nachrichten: Alle drei Ampeln stehen auf Grün. Die Reproduktionszahl R (R-Wert) ist nur minimal von 0,54 auf 0,57 gestiegen. Sie gibt die Dynamik des Infektionsgeschehens an und sollte möglichst unter 1,1 liegen. 

Ebenfalls im grünen Bereich bleiben die Zahl der Neuinfektionen pro Woche im Verhältnis zur Einwohnerzahl (13,55) und der Anteil der Plätze, die auf Intensivstationen für Covid-19-Patienten benötigt werden (2,3 Prozent). 

Brandenburg: Ministerpräsident Woidke warnt vor zweitem Lockdown

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat davor gewarnt, in eine neue Phase des Lockdowns zu kommen. “Das wäre für Brandenburg, für die Brandenburger Wirtschaft das Schlimmste, was passieren kann”sagte er dem RBB im Sommerinterview.  Im Interview plädiert er dafür, die Maskenpflicht weiter ernst zu nehmen. Auch er könne nachvollziehen, dass das Maskentragen “nervig” sei, jedoch sei er der Meinung, “dass diese kleine Unbequemlichkeit viel Schaden vermeiden kann“.

Der Ministerpräsident betont auch, dass er die Entscheidung seiner Landesregierung, zu Beginn der Pandemie teils drastische Einschränkungen verhängt zu haben, weiterhin als richtig erachte.

Autonome E-Busse in Tegel fahren erst Ende des Jahres


Der Einsatz selbstfahrender E-Busse in Tegel wird sich aufgrund der Corona-Krise verschieben. Ursprünglich sollten drei Busse im Rahmen des Forschungsprojekts „Shuttles & Co” schon im Sommer autonom auf der Straße sein. Allerdings habe sich die Auslieferung der Fahrzeuge beim Hersteller aufgrund der Pandemie verzögert, teilte eine Sprecherin der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz auf Anfrage mit.

Tagesspiegel

Corona-Ampeln in Berlin weiter grün – R-Wert etwas höher

Die Zahl bestätigter Corona-Infektionen ist in Berlin am Samstag gegenüber dem Vortag um 23 auf 8167 gestiegen. In den Krankenhäusern würden gegenwärtig 121 Patienten isoliert behandelt, 31 von ihnen auf einer Intensivstation, teilte die Senatsgesundheitsverwaltung am Abend mit. Im Zusammenhang mit dem Coronavirus starben bisher 213 Menschen. Diese Zahl blieb damit seit Freitag unverändert.

Die von der Gesundheitsverwaltung als Gradmesser für die Pandemie gebrauchte Ampel mit ihren drei Indikatoren blieb auch am Samstag durchgehend grün. Die Reproduktionszahl (R-Wert) stieg mit 0,54 im Vergleich zum Vortag etwas an (0,48). Sie gibt die Dynamik des Infektionsgeschehens an und sollte möglichst unter 1,1 liegen.

Ebenfalls im grünen Bereich bleiben die Zahl der Neuinfektionen pro Woche im Verhältnis zur Einwohnerzahl (13,58) und der Anteil der Plätze, die auf Intensivstationen für Covid-19-Patienten benötigt werden (2,4 Prozent).

Nach der dreiteiligen Berliner Corona-Ampel müssen dann Maßnahmen erörtert und vorbereitet werden, wenn zwei der drei Indikatoren gelb sind. Stehen zwei von drei Indikatoren auf Rot, sind Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionen umzusetzen. (dpa)

Corona-Tests für alle Kita-Beschäftigten

Ab kommender Woche sollen Corona-Tests für Beschäftigte in allen Berliner Kitas möglich sein. Die Tests sollen zu gesonderten Zeiten stattfinden, so der Regierende Bürgermeister auf Twitter.

Elf neue Corona-Infektionen in Brandenburg – kein neuer Todesfall

Die Zahl neuer Corona-Infektionen in Brandenburg bewegt sich im Vergleich zum Wochenbeginn weiter auf höherem Niveau. Von Freitag zu Samstag wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums (Stand: 10 Uhr) elf neue Fälle registriert. Von Donnerstag zu Freitag hatten die Behörden 15 Neuinfektionen gemeldet. Am Montag waren es innerhalb eines Tages dagegen nur drei bestätigte Fälle. Insgesamt liegt die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten bei 3448. Etwa 3140 Menschen gelten als genesen, das sind zehn mehr im Vergleich zum Vortag. Am Freitag war nach längerer Zeit ein neuer Todesfall hinzugekommen. Bislang starben 171 Corona-Patienten in Brandenburg.

Corona-Schwerpunkte in Brandenburg sind weiter die Landeshauptstadt Potsdam mit 646 Fällen, gefolgt vom Landkreis Potsdam-Mittelmark mit 577 Infizierten und dem Kreis Barnim mit 430. Mit 31 Infizierten im Landkreis Prignitz und 32 bestätigten Fällen in Frankfurt (Oder) wurden die landesweit geringsten Zahlen gemeldet. (dpa)

Union-Präsident will „klare Regeln” für Fußballfan-Rückkehr

Auch beim letzten Bundesliga-Geisterspiel der Saison im Stadion An der Alten Försterei waren deutlich Gesänge von Fans des gastgebenden 1. FC Union Berlin zu hören. Schon bei den Heimspielen zuvor hatten einige Dutzend Berliner Anhänger im Wald außerhalb des Stadions das Team aus der Ferne lautstark unterstützt. „Ich wünsche mir für den Start der neuen Saison klare und verständliche Regeln für die Wiederzulassung von Menschen zu Großveranstaltungen ohne Abstandsregeln“, erklärte Union-Präsident Dirk Zingler im Stadionheft zur Partie am Samstag gegen Fortuna Düsseldorf.

Die Feierlichkeiten nach dem Heimsieg gegen den SC Paderborn und dem damit feststehenden Klassenerhalt der Eisernen hatten zu Geldstrafen durch die Deutsche Fußball Liga als Konsequenz auf Verstöße gegen das Hygiene- und Sicherheitskonzept der DFL geführt. Trotz der Corona-Regeln waren auch Anhänger von Fortuna Düsseldorf am Tag des Saisonabschlusses in Berlin unterwegs, wie ein Video von Union-Fans in den sozialen Netzwerken zeigte.

„Wir spielen Fußball für Menschen, und zwar in erster Linie für Menschen im Stadion. Von dieser Grundhaltung bringt uns kein Ausnahmezustand ab, darauf arbeiten wir mit aller Kraft hin“, sagte Zingler. Und es müsse klar sein: Würde man auf längere Zeit auf diese Abstandsregel bestehen, würden die Erlebnisse bei Fußballspielen oder auch Konzerten nachhaltig beschädigt. „Bitte nicht falsch verstehen! Ich möchte durch Fußballspiele in vollen Stadien Menschen keinen gesundheitlichen Gefahren aussetzen“, schrieb Zingler. Aber er möchte Entscheidungen „als verhältnismäßig empfinden können“. (dpa)

Trotz drohendem Bußgeld viele ohne Mund-Nasenschutz unterwegs

Seit Samstag droht jedem, der in Berlins U- und S-Bahnen oder im Bus ohne Mund-Nasen-Schutz unterwegs ist, ein Bußgeld – was jedoch offensichtlich viele nicht bekümmert. So trugen am Morgen von rund 20 Wartenden an der U-Bahnstation Rüdesheimer Platz nur drei eine Maske; im Zug waren es dann schätzungsweise zwei Drittel. Nur etwas besser sah es beispielsweise in der S-Bahn auf der Strecke Hauptbahnhof – Tiergarten aus, wo schätzungsweise 80 Prozent eine Maske trugen. Kontrollen waren zu der Zeit nicht zu beobachten.

Weil zuletzt immer mehr Fahrgäste keinen Mund-Nasen-Schutz gegen Corona-Infektionen trugen, hatte der Senat am Dienstag die Sanktion beschlossen: Bei Verstößen gegen die seit Ende April geltende Maskenpflicht können 50 bis 500 Euro fällig werden. Die Polizei kündigte Kontrollen an, unter anderem im Zuge der ohnehin praktizierten gemeinsamen Streifen mit der BVG.

Dazu werde es am Sonntag Zahlen geben, nachdem die Polizeidirektionen in der Nacht ihre Ergebnisse übermittelt hätten, sagte ein Polizeisprecher. Die BVG war für eine erste Bilanz nicht zu erreichen. Das Bußgeld selbst verhängen die Ordnungsämter der Bezirke. Die Maskenpflicht gilt auch für Geschäfte. (dpa)

Mehr zum Thema Bußgeld bei Verstößen gegen die Corona-Regeln lesen Sie hier:


Tagesspiegel | Ann-Kathrin Hipp


Tagesspiegel | Julius Betschka

Sommerhitze – aber keine Chance auf spontanen Freibadbesuch

Berlins Sommerbäder sind zwar geöffnet, rein kommt man jedoch nur mit vorher online gebuchtem Zeitfensterticket – die sind derzeit heiß begehrt und verhindern offenbar trotzdem nicht gelegentliche Schlangenbildung, wie CDU-Europaparlamentsabgeordnete Hildegard Bentele heute feststellen musste.

Auch am Müggelsee ist es mittlerweile so voll, dass das Strandbad keine weiteren Gäste einlassen kann.

Und am Tegeler See wird es ebenfalls immer schwieriger, 1,50 Meter Abstand zu anderen zu lassen. Bilder vom vollen Strand twittert der CDU-Abgeordnete Tim Zeelen und erinnerte daran, dass die rot-rot-grüne Regierung bislang kein Interesse an einer Sanierung des Strandbads zeigt.

Wer dennoch baden möchte, kann es an den umliegenden Seen probieren. Ein Best-of haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Berlins Clubs dürfen auf Hilfe hoffen

Die Krise trifft besonders Berlins große Clubszene, für die es immer noch keine Hoffnung auf baldige Lockerungen gibt. Nun soll es finanzielle Hilfen speziell für Clubs geben, kündigte Kulturstaatsministerin Monika Grütters an.

Dehoga hält Beherbergungsverbot für Gäste aus Risikogebieten für nötig

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband Brandenburg (Dehoga) hält das Beherbergungsverbot für Touristen aus Corona-Hotspots für notwendig. Er tue sich zwar mit der Entscheidung auch schwer, sagte Präsident Olaf Schöpe am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. „Ich denke aber, um Unheil von uns fernzuhalten, muss es diese Restriktionen geben.“ Schöpe hofft, dass die Leute nicht zahlreich vor den Hotels und Pensionen stünden und dann wieder zurückgeschickt werden müssten. Informationen dazu hatte er zunächst nicht. Er gehe aber davon aus, dass die Menschen aus den betroffenen Landkreisen selbst die Information über die Beschränkungen hätten.

Brandenburgs Kabinett hatte am Freitag beschlossen, keine Reisenden aus Gebieten mit vielen neuen Corona-Infektionen mehr ins Land zu lassen. Das Beherbergungsverbot gilt in Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen und auf Campingplätzen. Wer seit dem heutigen Samstag aus einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt kommt, in dem oder in der es in sieben Tagen vor der Abreise mehr als 50 neue Infektionen pro 100.000 Einwohner gab, darf nicht mehr einreisen.

Das Aufnahmeverbot aus Risikogebieten gilt nicht für Gäste, die schon im Land sind und für diejenigen, die einen negativen ärztlich attestierten Corona-Test haben, der höchstens 48 Stunden vor Anreise gemacht wurde. Einreisen darf auch, wer aus beruflichen oder medizinischen Gründen zwingend notwendig nach Brandenburg kommt.

Das Beherbergungsverbot ist auch eine Reaktion auf einen Virusausbruch in Nordrhein-Westfalen. In einem Schlachtbetrieb der Firma Tönnies wurden mehr als 1500 Menschen positiv auf das Virus getestet. Das Land NRW schränkte für die beiden betroffenen Kreise Gütersloh und Warendorf das Alltagsleben vorläufig bis zum 30. Juni wieder deutlich ein. Mehrere Bundesländer hatten danach Beherbergungsverbote für Gäste aus bestimmten Risikogebieten beschlossen. (dpa)

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