Ultimate magazine theme for WordPress.

Die Freiwilligen des Kiezclub lassen Hof und Garten in neuem Glanz erstrahlen

„Pünktlich zum Spätsommerstart kommt mit der Bewegung auch der grüne Daumen in den Kiezklub“ – das Motto haben die Ehrenamtlichen im Kunger-Kiez in Treptow mehr als genau genommen. Um 14 Uhr sollte die Putzaktion eigentlich erst beginnen. Die fleißigen Helfer kamen schon vorher. Jetzt strahlen Hof und Garten im neuen Glanz – alles picobello aufgeräumt, die Sträucher beschnitten und die Fliesen gefegt. Zur Stärkung gab es Kartoffelsalat.

Ein halbes Jahr war der Klub geschlossen und die grüne Oase hinter dem Gebäude wurde von der Schule nebenan als Raucherecke genutzt. Jetzt ist alles wieder hübsch, lädt zum Verweilen ein und das Zusammenkommen im Klub ist auch wieder möglich. Sophie Rosenfeld

Frauen-Power-Walk am Müggelsee

„Chapeau - Chapeau“: Mit ihrer Aktion ziehen die Initiatorinnen ihren Hut vor allen Frauen, die die Pandemie gemeistert haben.

„Chapeau – Chapeau“: Mit ihrer Aktion ziehen die Initiatorinnen ihren Hut vor allen Frauen, die die Pandemie gemeistert haben.Foto:promo

Tolle Stimmung beim Frauen-Power-Walk am Müggelsee – und viele, viele bunte Hüte. Das neue Frauenzentrum Treptow-Köpenick hatte Frauen und Mädchen unter dem Motto: „Chapeau – Chapeau“ eingeladen. In diesem Sinne zogen die Initiatorinnen mit der Aktion ihren Hut vor all den Frauen, die in der Corona Pandemie – aber auch davor – , von Doppel- und Mehrfachbelastungen geprägt, im Beruf und in der Familie immer einen guten Job machen. In den Pausen wurden Stichpunkte gesammelt, die als Forderungen zur Gleichstellung an die Politik weitergereicht werden. Ganz oben auf der Liste steht: „Gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit!“ Tsp

Baumscheibenfest im Kungerkiez

Ricky Stroheckert, Luigi Lauer und Katrin Wegner von der Kiezini.

Ricky Stroheckert, Luigi Lauer und Katrin Wegner von der Kiezini.Foto: Corinna von Bodisco

Wer hat die schönste Scheibe im Kungerkiez? Bereits zum achten Mal wird der schönste Kleingarten vor der Haustür gekürt. Das Baumscheibenfest ist aber keineswegs ein spießiges Kleingartenfest – es wird ehrenamtlich von vielen Nachbarn gestaltet. Vor die Tür wird gestellt, was Spaß macht: Flohmarkt, Waffeln, Siebdruck, Kiezhonig. Musik für den „Tanz um die Baumscheibe“ gibt es auch.

Zwar hätten dieses Jahr nicht so viele Nachbarn wie sonst Beete zum Wettbewerb angemeldet, da die Planungsphase wegen Corona kürzer und spontaner war, sagt Katrin Wegner von der Kunger-Kiez-Initiative, die das Fest ausrichtet. Die Nachbarn bepflanzten ihre Scheiben aber trotzdem die ganze Saison über.

Dieses Jahr nutzen sie außerdem das Fest für eine Spielstraßen-Demo. Die Anfrage an das Bezirksamt sei wegen einer „Überversorgung mit Spielplätzen“ abgelehnt worden. Damit ist ein Großteil der Nachbarschaft aber nicht einverstanden. Corinna von Bodisco

Poeten pflegen den Garten

Seit Mai 2014 läuft das „moving poets Novilla“-Projekt.

Seit Mai 2014 läuft das „moving poets Novilla“-Projekt.Foto: Sophie Rosenfeld

Direkt an der Spree, ungefähr zehn Minuten vom Ostkreuz und S- und U-Bahnhof Neukölln entfernt, liegt in der Hasselwerder Straße 22 in Niederschöneweide die Hasselwerder Villa. Seit Mai 2014 läuft dort das „moving poets Novilla“-Projekt. Die Villa fungiert als internationales Zentrum für Kunst, Kreativität und Begegnung.

[In unseren Leute-Newslettern berichten wir wöchentlich aus den zwölf Berliner Bezirken. Die Newsletter können Sie hier kostenlos bestellen: leute.tagesspiegel.de]

Der Garten der Novilla wird auch von vielen Nachbarinnen und Nachbarn genutzt: zum picknicken, entspannen, feiern, als Flohmarkt oder für Versammlungen. Das von den Nachbar*innen zum Teil selbst gebaute Mobilar und der Pflanzenreichtum brauchten wieder mal Pflege: Heute wurden Bäume beschnitten, Hecken gestutzt und Sitzbänke geölt.

So wurde die Villa wieder zu einem lebendigen Ort für die nächste internationale Besucherrunde und die Nachbarn. Sophie Rosenfeld

Einblicke in das Bahnbetriebswerk Schöneweide

Neben Führungen und Infoständen wurde draußen mit frisch gebratenen Würstchen für das leibliche Wohl gesorgt.

Neben Führungen und Infoständen wurde draußen mit frisch gebratenen Würstchen für das leibliche Wohl gesorgt.Foto: Sophie Rosenfeld

Die Internationale Jugendbauhütte und der Verein Dampflokfreunde Berlin luden ein, einen Blick in die nostalgischen Züge „wie zu Großvaters Zeiten“ zu werfen. Das Bahnbetriebswerk Schöneweide ist die letzte nahezu vollständig erhaltene Lokschuppenanlage in Berlin und Brandenburg und dient bis heute der Instandhaltung von Loks und Wagen.

[Mehr aus der Hauptstadt. Mehr aus der Region. Mehr zu Politik und Gesellschaft. Und mehr Nützliches für Sie. Das gibt’s nun mit Tagesspiegel Plus: Jetzt 30 Tage kostenlos testen.]

Durch ihr ehrenamtliches Engagement hatten heute nicht nur technisch-historisch Interessierte die Gelegenheit, mehr über die Eisenbahngeschichte zu lernen: über den Lokschuppen, die Drehscheibe und den Wasserturm. Letzterer wird gerade erneuert und soll in Zukunft herausgeputzt neue Besucher anlocken.

Neben Führungen und Infoständen wurde draußen mit frisch gebratenen Würstchen für das leibliche Wohl gesorgt. Es ist viel geplant und soll bis 2025 umgesetzt werden. Sophie Rosenfeld

Stolpersteine putzen

Das Projekt Begegnung/Haus der Jugend-Café in Köpenick hatten zum Stolpersteinputzen aufgerufen. Das Projekt hat seinen Sitz im Café und organisiert dort und auch bezirksübergreifend Veranstaltungen und Projekte im Rahmen politischer Bildung. Außerdem engagieren sie sich gemeinsam mit anderen Jugendeinrichtungen für Vielfalt und Respekt.

Acht Freiwillige kamen zusammen, um in der Siedlung Elsengrund die Stolpersteine von Familie Mirauer, Johannes Stelling, Paul von Essen, Götz Kilian und Familie Kohn zu reinigen. Sophie Rosenfeld

Repair-Café in Treptow

Das Café „Grenzenlos“ ist ein gemütlicher Ort zum Kaffee trinken, Kuchen essen in Treptow. Regelmäßig aber wird das Café ein Ort gegen die Wegwerfkultur. Das Café wird zum „Repair Café“, zur Werkstatt für die kleine Dinge des täglichen Lebens. Wenn ein Küchengerät kaputt ist oder der CD-Player nicht mehr funktioniert, wird hier im Café mit viel Werkzeug und Material getüftelt, repariert oder handwerkliches Wissen weitergeben.

[Wer noch mehr über ehrenamtliches Engagement in Berlin erfahren will: Der Tagesspiegel-Newsletter Ehrensache erscheint monatlich, immer am zweiten Mittwoch. Hier kostenlos anmelden:ehrensache.tagesspiegel.de]

Um defekte Geräte wieder in Gang zu bekommen, gibt es im „Grenzenlos“ keine Grenzen. Am Aktionstag kamen Helfer*innen aus dem Kiez, aber auch Besucher aus England und Italien vorbei. Wer möchte: An jedem zweiten Freitag im Monat von 16-19 Uhr kann jeder kommen, um mit Liebe zum Detail Hand anzulegen. Sophie Rosenfeld

Rund ums Nähen in Köpenick

Nähen, Häkeln, Stricken, Sticken: Auf dem Parkplatz am Müggelschlößchenweg in Köpenick ging es richtig zur Sache – und ans Garn. Beim Kreativ- und Repaircafé des Nachbarschaftszentrum BENN wurde aus alter Kleidung und Stoffresten mit Kreativität und Fingerspitzengefühl etwas Neues geschaffen. Sophie Rosenfeld

Source link